Sie sind nicht angemeldet.

Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: Amorphophallus-Forum.de. Falls dies Ihr erster Besuch auf dieser Seite ist, lesen Sie sich bitte die Hilfe durch. Dort wird Ihnen die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus sollten Sie sich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutzen Sie das Registrierungsformular, um sich zu registrieren oder informieren Sie sich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls Sie sich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert haben, können Sie sich hier anmelden.

161

Donnerstag, 18. Januar 2018, 18:04

Hallo Bernhard,

ich habe nichts über 500g. Irgendwie wachsen die bei mir nicht besonders. Mag aber auch daran liegen, dass ich die alle draußen im Garten halte. Vielleicht wollen die doch etwas Wärme.

Gruß
Andreas

162

Donnerstag, 18. Januar 2018, 18:24

Hallo Andreas,

dann bin ich ja offenbar doch nicht der einzige, der konjac nicht auf Monstergröße bringen kann.... :icon_winkgrin:

Vielleicht liegt es doch am Mikroklima oder am Breitengrad - wenn ich mich recht entsinne, kommt Oldi ja auch irgendwo aus südlichen Breiten Deutschlands....

Happy growing, Bernhard.

kleiner Uhu

Anfänger

Beiträge: 39

Wohnort: Vaihingen an der Enz

  • Nachricht senden

163

Donnerstag, 25. Januar 2018, 01:33

Hallo zusammen
Die südlichen Breiten Deutschlands und A. konjac
Ich laber mal einfach vor mich hin:
Lage im Regenschatten des Nordschwarzwaldes. Name Stroh und Heckengäu. Ich wohne in einem 10km breiten Trockenstreifen der nicht mal 700mm Regen im Jahr abbekommt.
Die letzten beiden Jahre hatte ich das Glück, daß kein Unwetter Windbruch verursachte. Beide Jahre hatten einen guten Herbst (Weinbauklima). Rund um meinen Wohnort blühen 11 verschiedene Orchideenarten auf Kalkmagerrasen.
Und in meinem Gewächshäuschen Konjaks (u.a.)



Jahresbeginn 2017
Ca 750 Knollen (vor allem sehr kleine)
Blüten im März siehe oben. 3 öffnen linksdrehend 2 rechts. 50:50
obwohl ich mit einem Klon arbeite.
Bestäubt. Blüten stehen 5 Tage. Danach knickt der Spadix ab - die
Blüte verwelkt.
Nach 14 Tagen ohne Sicht auf den Samenstand siegt die Neugier.
Blüte geöffnet -------- I G I T T ! --------
Alle befruchteten Blüten (4) gleich. Sprühflasche scharfer Strahl.

Pflanzen der paar restlichen Knollen: Verbrauchte Erde vom Gärtner (Kosten).
Viele Eimer Kübel und Töpfe. Jede menge Löcher bohren. Sackweise Streulava
zur Drainage einen Ballen Torf ein halbes Kilo Blaukorn. Und Anfang April sind
die Knollen in der Erde. Alles in den Wintergarten. Wie sich meine Frau freut !
6 Wochen später in den Garten. Zu sehen ist aber noch nicht viel. Ende Mai
schauen nach gutem Wetter etwa ein Drittel der Pflanzen aus dem Boden. Je
größer die Knolle desto früher (ein paar Tage). Ausnahmen ...... Die Knollen
mit Fruchtansatz beginnen zu schrumpeln und sie zeigen Wurzelansätze. ich
setze alle in einen großen Kübel und stelle ihn zum Rest in den Garten.
Das Foto stammt von Mitte Juni.

Im Juni gabs ein paar ekelhaft nasse und kalte Nächte. Nur noch plus 4 Grad.
Das kostete bei den ganz Kleinen ungefähr 20% das Leben.

Juli und August waren etwas durchwachsen aber nicht mehr kalt
Bild vom 6, August


Eigentlich hatte ich mit Vögeln gerechnet!


31. August letztes Gießen. Der September und Oktober waren fast trocken.
Frost gab es gegen Ende letzten Jahres überhaupt nicht.
Aber bevor es Kalt wurde - alles in den Wintergarten. Wie sich meine Frau------!

Mit dem Einzug in den Wintergarten (Ende Oktober) beginnt die Ernte.
Wo ich nasse Erde sehe wird ausgetopft. Anderes bleibt stehen (zum Teil
bis Weihnacht) bis das Blatt abgetrocknet ist.

Knolle 1 hat als Erste mit 960gr geblüht und als Pollenspender gedient, kein
Fruchtansatz, Blatt Anfang August, ausgetopft mit 1890gr
Knolle 2 geblüht mit 860gr voller Fruchtansatz, kein Blatt, Restknolle komplett
weich, stinkt, - Müll -
Knolle 3 geblüht mi 1150gr, voller Fruchtansatz, kein Blatt Restknolle fest, stark
runzlig mit einer großen Triebknospe, 560gr
Knolle 4 geblüht mit 1840gr, halber Fruchtansatz (da hat jemand bei der
Bestäubung gepfuscht!), Blatttrieb, alte Knolle nicht völlig aufgebraucht
Knollenrest zum großen Teil weich (entfernt) Knolle danach 1850gr,
keine Blütenknospe.
Knolle 5 geblüht mit 2050gr, halber Fruchtansatz (schon wieder!), Blatttrieb,
alte Knolle praktisch aufgebraucht, keine weichen Stellen, 2280gr,
neue Blütenknospe
Jahresergebnis: Nachdem ich alles was unter 10gr wog (ungefähr ein Drittel) in
einen extra Eimer gekippt habe, besitze ich nur noch 1800 Knollen.
dazu kommen noch ungefähr 1200 Korn Samen. Meine Frau -----------!
ich auch!
Gruß
Klaus

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »kleiner Uhu« (25. Januar 2018, 01:49)


164

Donnerstag, 25. Januar 2018, 09:41

Hallo Klaus,

eine sehr schöner Bericht! Danke dafür !
Sehr schön vor alllem die Fruchtstände...
Danach wünsche ich mir auch ein Weinbauklima..... , aber da werde ich wohl noch etwas warten müssen, bis es in Lower Saxony bei Hannover so warm wird....

Nebenbei - Deine Frau kennt die Geschichte mit dem Schachbrett und der von Feld zu Feld zu verdoppelnden Kornzahl...??? ;)

Happy growing, Bernhard.

165

Donnerstag, 25. Januar 2018, 13:07

Da bleibt nur eines zu sagen -

Respekt Klaus - ich schließ mich Bernhard an ;)

166

Donnerstag, 25. Januar 2018, 15:38

Super Bericht. Vielen Dank dafür. Falls du Samen los werden möchtest, ich würde mich gerne einmal daran versuchen. Knollen und vor allem Tochterknollen habe ich genügend, aber keine Samen...

Viele Grüße Ralf

kleiner Uhu

Anfänger

Beiträge: 39

Wohnort: Vaihingen an der Enz

  • Nachricht senden

167

Donnerstag, 25. Januar 2018, 17:14

Hallo zusammen

Nebenbei - Deine Frau kennt die Geschichte mit dem Schachbrett und der von Feld zu Feld zu verdoppelnden Kornzahl...
Ha!
Eine Verdoppelung pro Jahr scheint mir ja noch erträglich. Aber eine Ablegerknolle von sagen wir mal 25gr wird im ersten jahr
bei guter Haltung ein zweites Blatt treiben und so auf locker 200gr anwachsen. Dabei bilden sich 2-4 Ablegerknollen von 5-10gr.
eigentlich nicht weltbewegend. Doch ein Jahr weiter. Die 200gr Knolle wächst (bei mir so geschehen) auf 1200gr. Mit ihr zusammen
finden sich 15-25Ablegerknollen von 20-35gr im Topf. Das erinnert nicht an das Problem mit dem Schachbrett.
Das erinnert mich an Lemminge oder Wanderratten. Ich habe nicht umsonst schon daran gedacht ganz Deutschland mit Konjac`s
zu bepflanzen! Soll die Erderwärmung nur kommen!
Im Bepflanzungsrausch
Klaus

168

Donnerstag, 25. Januar 2018, 17:42

Hallo Klaus,

tja Zinseszins, exponetielles Wachstum - jemand hier im Forum, der mathematisch begabt ist, könnte sicher eine konjac-Formel ermitteln...

Mit dem auspflanzen wäre ich evtl vorsichtig - die Art könnte sich als invasiv erweisen....
Das gibt gegebenenfalls Ärger mit den üblich verdächtigen Umweltverbänden und -behörden....

Auch nicht bei i-bäh verschleudern - wir hatten da vor Jahren mal einen "Komiker", der von einem Forummitglied hunderte konjac-Knöllchen gekauft hat und die dann bei i-bäh unter anderm als titanum, kachinensis, decus-silvae, hottae und beccarii verkauft und dadurch mehr als 1000 € eingenommen......
also ab auf den Kompost, auch wenn es schwer fällt....

Happy growing / composting, Bernhard.

169

Freitag, 26. Januar 2018, 10:16

Hallo,
na, Komiker wollte ich den nicht mehr nennen, aber da die passend erscheinenden Bezeichnungen dafür sicherlich gegen Forenregeln, zumindest aber gegen den Anstand verstoßen würden, lass ich es besser.
Wenn wir neben nem Mathematiker auch nen Chemiker mit entsprechendem Know How hätten, dann könntest Du, Klaus, auch Schwämme aus den Knollen herstellen; die lassen sich sicher besser verkaufen als Konjac-Knollen.
Michael

kleiner Uhu

Anfänger

Beiträge: 39

Wohnort: Vaihingen an der Enz

  • Nachricht senden

170

Freitag, 26. Januar 2018, 12:26

Gute Tag zusammen
Ja Bernhard. Meinen Klon frei auszupflanzen wäre wirklich keine gute Idee.
Aber wovor ich mehr Angst habe ist die unkontrollierte Verbreitung von Samen.
Ich habe letztes Jahr acht gegeben damit keine Beeren durch Vögel abhanden kommen.
Die Japaner reden von inzwischen 30 Sorten von A.konjc im Feldanbau.
Von denen "zwei züchterisch gut bearbeitbar" sein sollen. Sprich: gut variabel sind.
Wer weiß mit welcher Sorte ich mich hier herumschlage. Womöglich könnte sich
einer der Samen tatsächlich an ein `Weinbauklima` anpassen - also aufpassen.

Und was mich noch umtreibt: Immer wieder lese ich von Knollen die von Jahr zu Jahr kleiner werden.
Irgendwo habe ich einmal gelesen, dass Sämlinge kräftiger sind als der Ableger vom Ableger ............vom Ableger.
Ob aber bei Amorphophallus von der Knolle zur Tochterknolle eine Alterung stattfindet wieß ich nicht.

Gruß
Klaus

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »kleiner Uhu« (3. März 2018, 21:49)


171

Dienstag, 30. Januar 2018, 14:51

Ich weiß nun gar nicht, ob das hier rein passt und ob ich das posten darf. Meine Konjacs sind noch im Keller und wenn ich das hier so lese...... sollte ich die Knollen schon ins warme holen?

Liebe Grüße

REDDI

172

Dienstag, 30. Januar 2018, 18:31

Hallo,
also, ich warte immer damit, bis der Austrieb beginnt, und topfen sie dann direkt ein.
Viele Grüße Ralf

173

Freitag, 2. Februar 2018, 13:21

Welchen Dünger nehmt ihr eigentlich. Und wann ?

174

Sonntag, 4. Februar 2018, 13:55

Hallo REDDI,

dass niemand flugs antwortet, liegt sicher zu einen daran, dass Düngung ein weites Feld ist und von vielen Faktoren, v.a. Substrat (Nährstoffpufferkapazität) usw. abhängt und so eine Frage schwerlich nur kurz beantwortet werden kann.
Vielleicht ist es vielen auch zu einfach oder zu knapp, einfach nur zu schreiben Dünger xy von dann bis dann in der und der Konzetration so und so häufig und dann Dünger vwz....

Als Anfänger ist Düngung natürlich auch ein Buch mit 7 Siegeln und es fällt sicher schwer, passende Frage zu finden...

Zudem ist schon viel geschrieben worden, so dass irgendwann die Lust fehlt, dass noch mal zu schreiben.

In so einem Fall hilft die Suche:
http://www.amorphophallus-forum.de/index.php?form=Search

bei der man auch mit dieser Hilfe weiter kommt:
http://www.amorphophallus-forum.de/index…elp&item=search

Wenn Du zB +konjac +Dünger eingibst, findest Du schon viel.....
alternativ wäre auch +konjac +Düngung oder nur Düngung oder Flüssigdüngung oder Blaukorn interessant und ergiebig.....

Ich kopiere Dir mal ein paar links ein, die man mit einer entsprechenden Suche findet - bitte einfach mal durchlesen....; manchmal findet man die gesuchten Beiträge auch auf der 2. oder 3. oder... Seite des theads...

Mir persönlich gefällt die Flüssigdüngung von Oldi am besten, mit der sie ware konjac-Monster erreicht hat (im 1 link auf Seite 2, Beitrag #21...), aber je nach Topf- und Pflanzengröße tut es sicher auch 1 Löffel Blaukorn wöchentlich oder 14-tägig....

So, genug geschrieben, hier die links:

Ernte 2012

Bewässerungsdüngung

konjac richtig gedüngt

Dünger

Dünger / P-betonte Dünger für Knollenwachstum

Düngerangebot für Mitglieder

Happy reading, Bernhard.

175

Freitag, 16. Februar 2018, 15:52

Hallo,
ist es eigentlich normal dass das Hochblatt während des Austriebs weiß statt rot ist? Werden die Farbstoffe erst später gebildet?
Meine Bestandsliste
Naturfotografien: https://500px.com/spadefr0g

Ich tausche gerne gegen andere interessante Pflanzen!

176

Freitag, 16. Februar 2018, 21:40

Hallo,
ja das ist normal. Weiß ist es ja nicht wirklich eher so hellgrün mit dunkelgrünen Punkten

kleiner Uhu

Anfänger

Beiträge: 39

Wohnort: Vaihingen an der Enz

  • Nachricht senden

177

Mittwoch, 5. September 2018, 12:03

Konjac im Eimer

Immer wieder lese ich, dass A.konjac nicht totgegossen werden kann. Dann lese ich Ablegerknollen sehr klein oder nicht vorhanden. Dann die Nachricht `Gewichtsverlust`.

Deshalb ein paar Fotos:

Eimer 12 Liter Baumarkt

Den Eimer mit Bohrmaschine gelocht, den Boden mit ca 3cm Tongranulat bedeckt.

Bepflanzt am 28 April mit a. konjac 1 Knolle 38gr und 6 Ablegerknollen mit 10-12gr in selbstgemischte Erde (Abfallerde vom Gärtner und Häckselplatz)

Ausgetopft am 5. September für Fotos.

Die Ablegerschnüre sind weitgehend in Takt und mit Ablegern und Mutterknolle verbunden. Zustand der Wurzeln geht aus den Fotos hervor. Die Erde ist nur leicht feucht.

In nasser Erde wären zumindest die reifen Ableger nicht mehr mit der Mutterknolle verbunden. Bei nasser und Kalter Erde gehen die Ablegerschnüre zugrunde egal wie groß die Triebspitze ist. Daraus resultieren dann sehr kleine (oder gar keine) Ablegerknollen und gleichzeitig geht ein großer Anteil der Bewurzelung verloren.

Meine Strohblumen zeigen deutliche Trockenschäden,

aber die Konjac´s die dazwischen stehen sind wohlauf. Das soll noch einmal zeigen, dass Trockenheit ein kleineres Problem ist als zu viel Wasser.Wer in Tontöpfen kultiviert sollte das Fazit nicht lesen.

Bitte gießt Eure Konjac´s nicht nur nicht tot sondern auch nicht krank

Gruß

Klaus

Übersetzen:

Deutsch  Englisch  Dänisch  Spanisch  Persisch  Französisch  Kroatisch  Italienisch  Japanisch  Niederländisch  Polnisch  Russisch  Schwedisch  Türkisch 
Sie sind nicht angemeldet. | Anmelden | Registrieren | Passwort vergessen ?