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1

Dienstag, 31. Juli 2007, 09:02

Meristemkultur - 'Recycling' A. scaber

Hallo,

irgendwo gab's mal einen Beitrag (vielleicht sogar von Mr. Titanum?) zum Thema Meristem- bzw. in-vitro-Kultur mit einer 'Anleitung'. Leider kann ich den trotz stundenlangem 'googeln' nicht mehr finden.

Wer erinnert sich oder kennt die Seite? :hilfe:

Danke!

LG,
Martina

2

Dienstag, 31. Juli 2007, 10:17

Hallo Martina,

musst Du gucken im anderen Forum .... ;-)

MfG,
Bernhard.

3

Dienstag, 31. Juli 2007, 11:01

Hallo Bernhard,

gibst Du mir link zum anderen Forum,interessiert mich auch :D

Gruss Rene

4

Dienstag, 31. Juli 2007, 11:32

Hallo Bernhard,

hab ich schon geguckt in anderem Forum. Hab ich gesucht und gesucht..... War das nicht in Peter's Forum? Wieso find ich das nicht mehr :???:

Aber wenn ich jetzt schon mal hier bin, stell' ich gleich direkt meine Frage ;-) : irgendwo in den unendlichen Weiten des www (find ich jetzt leider auch nicht mehr) stand, man könne Amorphos auch vermehren, indem manTeile von Blättern und / oder Stängel einfach auf feuchtes Substrat legt und manchmal verwelkt das Stückchen, aber darunter bildet sich eine kleine Knolle. Nun ist mir ja ein Blättchen von A. scaber umgekippt. Also nahm ich das völlig gesund aussehende Blatt und zerstückelte es, legte es auf feuchtes Substrat und wartete. Das ist jetzt fast ein Monat her, die Blattstückchen sind immer noch 'original-grün' und es bilden sich da wo sie im Substrat stecken so kleine Knubbel... Aber was jetzt? Abwarten? Auxin dazu? Da stand doch was von Nährlösung, oder?

:hilfe:

LG,
Martina

5

Dienstag, 31. Juli 2007, 11:36

Hallo Rene,

das ist dort, wo sich die Exotenfreunde treffen.....

Einfach nach Meristem (-vermehrung), in vitro o.ä. suchen; es gibt dort einige Beiträge....

MfG,
Bernhard.

6

Dienstag, 31. Juli 2007, 11:48

Warten.... (auf Godot?)

Hallo Martina,

das hört sich ja spannend an.

Wenn die Blattstücke nach so langer Zeit noch grün sind, würde ich warten, was passiert.

Mit der Zugabe von Nährlösung wäre ich vorsichtig; evtl mit schwacher Düngerlösung besprühen.
Auf keinen Fall zuckerhaltige Nährlösung - da freuen sich nur die Mikroorganismen...

Du könntest evtl. auch auxinhaltige Bewurzelungspulver (Rhizopon o.ä.) einsetzen.
Die "Knubbel" könnten einfach Kallus (so eine Art Wundgewebe) sein, aus denen sich dann Wurzeln bilden. Oder es ist Knollengewebe, wie Du schon geschrieben hast.

Kannst Du eine Makroaufnahme machen????

Du hast recht, es gibt Gerüchte, daß die Vermehrung von Amorphophallus über Blattstecklinge/-stücke bei einigen Arten klappen soll. Ich habe das aber noch nicht selber ausprobiert.

Grüße,
Bernhard.

7

Dienstag, 31. Juli 2007, 12:13

Danke für den Hinweis. War plötzlich ganz einfach zu finden :D

Naja, also das mit dem sterilisieren und so kann ich ja jetzt schon mal überlesen... Also ehrlich gesagt hab' ich gar nicht damit gerechnet, dass es funktionieren könnte, deshalb hab ich mich auch vorab nicht mehr so richtig schlau gemacht. :ops: Wollte bloß das hübsche Blatt nicht wegwerfen...

Aber jetzt hat mich der Ehrgeiz gepackt. Kann sich denn gleich eine Knolle bilden? Da müssen doch vorher Wurzeln sein, oder? :???: Würdest du den Einsatz von Auxin, z.B. Superthrive empfehlen? Abwarten ist sicher auch gut - erfahrungsgemäß funktionieren Amorphos bei mir besser, wenn ich die Finger davon laß'... :lachtot:

Makroaufnahme geht leider im Moment nicht, aber bei nächster Gelegenheit probier ich's mal.

LG,
Martina

8

Dienstag, 31. Juli 2007, 12:48

Bei genauer Betrachtung mit der Lupe sieht man bei einem Blattstück definitiv die Bildung einer Wurzel (die war aber vorgestern noch nicht da) :D

Fortsetzung folgt....

LG,
Martina

9

Dienstag, 31. Juli 2007, 16:11

Bin ganz aufgeregt - also gleich mal Fotos gemacht... :2thumbs:





:D (auch wenn 3 posts hintereinander nicht so gut kommen)

LG,
Martina

10

Dienstag, 31. Juli 2007, 17:13

Glückwunsch ! ! !

Hallo Martina,

:prost: Hoch die Tassen und herzlichen Glühstrumpf ! ;-)

Klasse Fotos und offenbar die richtige Wahl beim Substrat und den anderen Randbedingungen.

Ich bin schon neugierig, ob das Knöllchen noch ein Blatt schiebt, bevor es in Ruhe geht.

Good growing,
Bernhard

11

Dienstag, 31. Juli 2007, 20:28

Bernhard: :prost: Schön, dass sich jemand mit mir freut. Danke für die Glühstümpfe :^^:

Bin auch sehr gespannt, wie das jetzt weitergeht. Knöllchen, Wurzeln, Blatt? Hoffe jedenfalls, das Knöllchen wächst noch ein bisschen, sonst geht es inmitten der 'riesigen' Perlitkörner noch verloren... :D

Werde vorerst einfach abwarten. Das Substrat ist ein Pinienrindenhumus-Perlit-Gemisch (ups, jetzt hab' ich mein Geheimrezept verraten :D ). Sollten also etwas Nährstoffe drinnen sein. Und: 'never change a running system'!

LG,
Martina

12

Montag, 3. September 2007, 18:32

Also Martina, dazu kann ich nur eines sagen: Eine wirklich super Idee hast du da gehabt. Damals hat mich das Thema "Meristemkultur" auch in den Bann gezogen. Ich denke Bernhard weiß was ich meine :D Aber mich hat erstaunt, das du es mit ganz "normaler" Erde gemacht hast. Wünsche dir noch viel Erfolg bei deiner kleinen Vermehrung. Bei Zeiten werde ich es mal mit meiner gigas oder lambii probieren :^^:
Mit grünen Grüßen

Niels :D

13

Montag, 3. September 2007, 19:34

Hallo,

wenn du es mit lambii probierst melde ich mich schon mal für eine an. :D

Ich probiere es gerade mit konjak, denn ich will keine seltenen Sorten verstümmeln. (das ist das erste mal, dass ich meinen Amorphophallu etwas zuleide tue :( :( )

Mit freundlichen Grüßen
Stefan

14

Montag, 3. September 2007, 21:48

Hallo Niels,

was Martina da gemacht hat, ist eine ganz normale konventionelle gärtnerische Vermehrungsmethode, die bei einigen Pflanzenarten die Methode der Wahl ist: Vermehrung über Blattstecklinge.

So werden zB Usambaraveilchen und Rex-Begonien vermehrt; auch Zamioculcas kann mann über einzelne Blattstecklinge vermehren.

Das "Meristem", also eine Wachstumszone mit undifferenzierten Zellen, kommt ins Spiel, da sich aus differenzierten Zellen des Blattgewebes wieder meristematische (=undifferenzierte) Zellen bilden müssen, aus denen sich dann ein neues Sproßmeristem/ eine neue Sproßspitze bildet; dann fehlen zur kompletten Pflanze noch die Wurzeln.

Die neuen Meristeme können übrigens direkt aus einer Zelle des Blattes entstehen (Usambaraveilchen) oder indirekt über eine Kallusphase. Dabei entsteht an dem Blattsteckling eine Art Wundgewebe (Kallus = Haufen undifferenzierter Zellen) und in dem Kallus bildet sich dann ein neues Meristem.

In Martinas Fall ist wohl erst ein Kallus bzw. knollenartiges Gewebe entstanden, in dem dann zuerst ein Wurzelmeristem differenziert ist; zur ganzen Pflanze feht in diesem Fall noch das Sproßmeristem....

Daß in der Gattung Anmorphophallus das Potential zur Vermehrung über Blattstecklinge steckt, zeigen bulbifer und muellerii. Bei weiteren Arten macht der Versuch kluch, äh, klug...

Nebenbei bemerkt, bin ich gerade nicht sicher, ob es gut ist das zu schreiben - ich sehe schon mit Grausen die gefledderten Pflanzen in den Botanischen Gärten, die von Leuten zerstückelt werden, die nicht zwischen mein und dein unterscheiden können. Mittelfristig führte das dann wahrscheinlich dazu, daß die interessanten Pflanzen aus den Schauhäusern verschwinden.....

MfG,
Bernhard.

15

Montag, 3. September 2007, 22:35

Hallo,

Bernhard.... gute Idee. Muß mal im Bot. Garten schauen, was es da so gibt... :D

Nein, im Ernst: die Gefahr besteht natürlich, aber das ist bei allen Pflanzen, die man leicht über Stecklinge vermehren kann ja nicht anders. Es dürften also über kurz oder lang fast keine Pflanzen mehr ausgestellt werden (oder nur mit Elektrozaun drumherum). Auf jedenfall ein guter Einwand und man sollte sich wohl darüber Gedanken machen...

Außerdem habe ich die Vermutung, dass es bei meinen nur deshalb so einfach geht / ging, weil es sich um Stücke von Sämlingen handelt und die vielleicht generell (noch) ein sehr starkes Wachstum zeigen. Kann mir nicht vorstellen, dass es mit dem Stück eines ausgewachsenen Blattes genauso leicht geht. Oder täusche ich mich da?

Naja, im www findet man soviel Info darüber, da kommt es auf unsere Beiträge hier nicht wirklich an. Sollten aber echte Bedenken vorherrschen, lasse ich die Fortsetzung gerne weg und schicke euch bei Interesse die news per pm.

Wenn das Klonen klappt spiele ich mit dem Gedanken, es bei der stuhlmannii zu probieren - damit könnte man auch den Bestand ein bisschen absichern...

BTW: http://www.baumfarn.at/treefern/viewtopic.php?t=2019

LG,
Martina

16

Dienstag, 4. September 2007, 09:19

@Martina
Siehst du denn Unterschiede beim Einsatz von Clonex?
Erwin

17

Dienstag, 4. September 2007, 15:15

Zitat von »"Martina"«

...
Außerdem habe ich die Vermutung, dass es bei meinen nur deshalb so einfach geht / ging, weil es sich um Stücke von Sämlingen handelt und die vielleicht generell (noch) ein sehr starkes Wachstum zeigen. Kann mir nicht vorstellen, dass es mit dem Stück eines ausgewachsenen Blattes genauso leicht geht. Oder täusche ich mich da?...
LG,
Martina

Hallo Martina,

da täuscht Du Dich ganz und gar nicht!

In der pflanzlichen In-vitro-Kultur gibt es schon recht putzige Phänomene. So hat nicht nur das Alter, sonder auch manchmal die Position des Blattstücks in der Blattspreite einen Einfluß auf das Regenerationspotential. Dann ist es manchmal wichtig, ob man das Blattstückchen mit der Ober- oder Unterseite auf das Nähmedium legt. Und so weiter.....

Zur Schilderung der Entwicklung Deiner Blattstückchen denke ich, daß Du das ruhig hier im Forum weiter beschreiben kannst.
Die Anmorphophilen hier werden ja nicht in die Botanischen Gärten gehen und dort die Pflanzen zerstückeln. Einfacher ist es da sicher die Gärtner nach einem Steckling oder einer Pflanze zu fragen, wobei das um so besser klappt, wenn man was zum Tausch anbieten kann.

MfG,
Bernhard.

18

Mittwoch, 5. September 2007, 17:08

Zitat von »"Erwin"«

@Martina
Siehst du denn Unterschiede beim Einsatz von Clonex?
Erwin


Ja! Und wenn du genau schaust, siehst du sie auch ;-)

Ohne Clonex bildet sich zuerst ein Knubbel (Kallusgewebe), daraus wächst 1 längere Wurzel, dann weitere. Mit C wachsen sofort mehrere Wurzeln.

Zum Vergleich:


A. scaber - ohne C nach ca. 4 Wochen


A. opertus - mit C nach ca. 2 Wochen.
Das schnellere Wurzelwachstum könnte aber auch am Licht liegen (wie von Bernhard vorhergesagt)...


A. scaber (ohne C) nach ca. 6 Wochen


A. scaber (erst nach 4 Wochen mit C behandelt) nach 6 Wochen

Könnte mir vorstellen, dass der Effekt bei älteren Pflanzen / Blättern noch stärker ausfällt, bzw. es ohne Wurzelhormon gar nicht mehr funktioniert (falls es überhaupt geht).

Ist natürlich nur mal ein erster Eindruck...

LG,
Martina

P.S. Danke, Bernhard, für die Erklärungen. :^^:

19

Sonntag, 16. September 2007, 11:55

update - neue Fotos

Für alle, die ebenso neugierig sind wie ich - hier aktuelle Fotos (16.9.2007 / ca. 11:15 Uhr):



Da wird sich wohl bald zeigen, ob diese Knubbel nun Knöllchen werden oder es sich nur um Kallusgewebe handelt. Sollten es Knöllchen werden, dann ist das mit Clonex behandelte Stück arg im Nachteil - hat nur einen Haufen Wurzeln gebildet. Oder das Stielstückchen dran ist 'ungünstig'...

Das Gefäß steht immer noch ca. 30-40 cm vom Fenster entfernt mit mäßig Licht, aber keiner direkten Sonne. Heute das erste Mal auch eine winzige Menge Flüssigdünger ins Sprühwasser gegeben.

LG,
Martina

20

Sonntag, 16. September 2007, 20:40

Hallo Martina,

auf dem letzten der drei Bilder ist meiner Meinung nach eindeutig eine kleine Knolle zu sehen, aus der auch noch zwei schöne Wurzeln herauswachsen.
Ob noch ein Sproßmeristem, daß dann eine Blattknospe bildet, entsteht, wird die Zeit zeigen.....

Ich wäre recht zuversichtlich.

Happy budding,
Bernhard.

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