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Sunday, May 23rd 2021, 2:53pm

Tipp für die Aussaat von Amorphophallus

Die Aussaat von Amorphophallus ist nicht besonders kompliziert und geht regelmässig schnell.
Hiermit teile ich einen Tipp, um bessere keimungsrate und vor allem stärkere Setzlinge zu bekommen: die Skarifikation. Die Samenschale soll örtlich mit einem sauberen Nagelknipser oder Messer geschnitten werden. Natürlich muss das Hypokotyl (Knospe) unbeschädigt bleiben.
Das scheint etwa barbarisch, aber die Methode läuft ganz gut eigentlich.

Die Publikation "The Effects of Scarification on Seed Germination of Porang (Amorphophallus muelleri)" von Harijati1 und Widoretno (https://aip.scitation.org/doi/pdf/10.1063/1.5061841 in englisch) detailliert alles.

Diese Methode hat 2 grosse Vorteile:
- ein bessere Sauerstoffversorgung und deswegen bessere Entwicklung des Hypokotys.
- man merkt gleich, ob das Saatkorn noch frisch ist. Wenn es holzhart oder eitrig ist, kann es weggeworfen werden.
Bis heute habe ich diese Methode für A. paeoniifolius, prainii und villosus problemlos verwendet.
Piltzinfektion habe ich keine beobachtet, obwohl die Erde nicht desinfiziert wurde.Schließlich bei der Aussaat von Amorphophallus, das Schwiriegste ist, frische und gesunde Saatkörner zu finden!

Mr. Titanum

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2

Sunday, May 23rd 2021, 4:12pm

Hallo tomaturge,

danke für den Tip udn den link zu dem paper.

Dein letzter Satz weißt eigentlich auf das größte Problem bei Amophophallus-Samen hin, nämlich, dass man mäglichst frisches Saatgut bekommen sollte - denn bis auf wenige Ausnahmen sind Araceen-Samen ja kaum lagerfähig (über ein unerfreuliches Beispiel habe ich ja kürzlich berichtet: Bezugsquellen für Aronstäbe )

Den Artikel würde ich dennoch nicht für allzu aussagekräftig halten, denn
- es wird nicht ausdrücklich gezeigt, wie die Samen mit dem Nagelklipper angeschnitten wurden
- in Ergebnisse und Diskussion wird darauf hingewiesen, dass in keiner der Saatschalen 100 % der Samen gekeimt sind, dennoch zeigt die Grafik bei nail clipper und H2SO4 100 % und keine Standardabweichung; das kann ja eigentlich nicht stimmen
- die Auswertung nach drei Wochen ist evtl einfach zu früh, um zu sagen, dass die anderen Varianten schlechter sind, was die Anzahl der wachsenden Pflanzen nach zB 6 Wochen angeht.

Ich habe noch nie Amorphophallus-Samen angefeilt oder -geschnitten oder ähnliches; die Gefahr von Fäulnis wäre mir da zu groß.

Die Samensterilisation ist für mich auch nicht schlüssig, denn zB in der Gewebekultur wird die Alkohol-Behandlung als erste gemacht, um Wachse und Fette zu entfernen und die Hypo-chorit-Behandlung (Cholrox) folgt danach; bei letzterer fehlt leider auch die Angabe der Konzentration (ob unverdünnt oder verdünnt).

Wie machst Du das genau mit dem Anschneiden der Samen, tomaturge?

Happy growing, Bernhard.

3

Sunday, May 23rd 2021, 5:30pm

Ich mache regelmässig Aussate für verschiedene Pflantzarten, so bin ich mit Skarifikation gewöhnt.


Meine Methode für Amorphophallus ist einfach, ich benutze ein scharfes Messer um die Samenschale auf der langer Seiten max. 2x3mm zu schneiden, zweimal auf einem Saatkorn. Der Schnitt muss superfiziell, sauber und gerade sein.
So muss es aussehen: https://www.dirtonmyhands.com/files/star…rified-seed.jpg
Quelle: https://www.dirtonmyhands.com/seed-germi…ds-indoors.html

Mr. Titanum

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4

Sunday, May 23rd 2021, 5:32pm

Danke für den interessanten link !

Happy germinating, Bernhard.

5

Sunday, May 23rd 2021, 5:53pm

Die Skarifikation erhöht nicht besonders die Keimungsrate, aber sie ist immer hoch, solange die Samenkörne frisch sind. Der Vorteil ist, Stärkere Setzlinge zu erhalten.
Verdünnte H2SO4 ist eine anderes Skarifikationsmethode, typisch für Kerne mit harter Samenschale, z.B. Passiflora. Bei Amorphophallus ist das Embryo nicht besonders eingekapselt, die Strategie ist nicht es zu befreien, sonnst das Endosperm zu stressen und deswegen die Zufuhr von Nährstoffen zu optimieren.

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