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1

Tuesday, May 8th 2007, 5:30pm

Drei mal Pech mit Typhonium venosum

Hallo,

ich habe mir letztes Jahr drei große Typhoniumknollen mit Blütenknospen gekauft, alle drei gediehen letztes Jahr sehr gut und bildeten viele Brutknollen.

Und nun zum Pech:

Bereits im Winter wurden zwei meiner drei großen Typhoniumknollen von Schädlingen befallen, zuerst waren es kleine ca 1 cm lange Maden die Löcher in die Knollen fraßen, als ich die Maden beseitigte wuchsen die Löcher trotzdem noch weiter in die Tiefe.

Als ich nun im Frühling die größte Knolle aus den Keller holte kam eine winzige nur 14 cm große Blüte hervor, welche somit nur knapp den Knollendurchmesser übertraf.
Das eigeartige dabei war nur, dass die Blüte vor dem Aufblühen vertrocknete und so nach dem Aufblühen keinen Gestank verströmte.

Die anderen beiden großen Knollen setzte ich dann in den Garten, wo sie jetzt noch stehen.

Kürzlich bemerkte ich allerdings, dass in den Trieb einer der beiden Knollen ein Loch war und die Blütenknospe von irgendeinen Tier bis auf den Blütenstiel abgenagt wurde.
Das komische daran war aber, dass der Blatttrieb, der ja unmittelbar neben der Blütenknospe steht, da sie beide noch in einen Hüllblatt steckten, nicht angerühr wurde.

Meine letzte Hoffnung diese Jahr noch eine Typhoniumblüte zu erleben steht nun noch im Garten und ist meine letzte große Knolle.
Sie wächst momentan aber auch nur noch spärlich, zeigt aber keine Schäden.

Falls jemand einige Tipps hat was ich nächstes Jahr besser machen kann - nur zu.

Mit freundlichen Grüßen
Stefan

schimanski

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2

Tuesday, May 8th 2007, 6:23pm

Also, wenn du im Garten solche Probleme mit Schädlingen hast, dann würde ich dir empfehlen die verbliebene Knolle besser im großen Topf zu kultivieren.
Ich mache das auch so. Immer mindestens eine Knolle (meist die größte und schönste) wird nicht frei ausgepflanzt um bei etwaigem Schädlingsbefall ein Backup zu haben.
Gerade bei Typhonium hast du dann ja schon im darauffolgenden Jahr genug Brut um wieder einige in den Garten zu setzen.
Ist aber mein erstes Jahr mit Knollen im Garten. Ich bin da halt sehr vorsichtig.
Gruß rooman

3

Wednesday, May 9th 2007, 2:59pm

Hallo,

ich habe die Pflanzen schon immer im Topf kultiviert, die Schädlinge sind ja bereits im Keller aufgetreten.
Außerdem wurden nur die großen Knollen befallen, die vielen kleinen Brutknollen wurden nicht befallen.

Mit freundlichen Grüßen
Stefan

schimanski

Beginner

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4

Wednesday, May 9th 2007, 4:07pm

Oh, Sorry Stefan. Da hab ich im Eifer des Schreibens den ersten Teil deines Posts doch glatt wieder vergessen. ;)

Irgendwie hört sich das an als wären deine Knollen schon von vorneherein mit irgendwas infiziert gewesen. Evtl. solltest du zumindest bei denen im Topf prophylaktisch ein Insektizid gießen. Zumindest insektentechnisch wärst du dann auf der sicheren Seite.
Gruß rooman

5

Wednesday, May 9th 2007, 6:19pm

Hallo,

mag sein, das eigenartige ist doch aber, dass nur zwei der drei großen Knollen befallen wurden, obwohl sie haargenau dieselben Bedingungen hatten - und es wurden auch nur die großen Knollen befallen, nicht die kleinen, obwohl sie im gleichen Topf stehen.

Das ist mir alles ein Rätsel.

Mit freundlichen Grüßen
Stefan

olvi2004

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6

Saturday, May 12th 2007, 5:03pm

So etwas Ähnliches ist auch bei mir im letzten Winter passiert.

Als ich Anfang April angefangen habe sie einzutopfen habe ich feststellen müssen, dass
viele der großen Knollen so trocken sind, dass sie kein Gewicht mehr haben.
Es sieht aus als hätten sie erst angefangen zu wachsen und wären sie dann plötzlich weggetrocknet.
Ich habe einige aufgebrochen und sie haben alle Löcher(links im Bild zwei Löcher).

Die rechte Knolle ist zusammengeschrumpft aber lebt noch denke ich, da sie noch ein bisschen Gewicht hat.
Ich denke sie würde anfangen zu wachsen und sich so wie Stefan erzählt verhalten.
Ich habe meine Knollen in drei Kisten aufbewahrt und keine Brutknolle ist angegriffen.
Seit mehreren Jahren halte ich Knollen im selben Winterquartier. Die Knollen sind alle in Töpfe gewachsen.

Eine interessante Beobachtung ist, dass nur Knollen von denen ich den alten Boden (die Reste der alten Knolle)
im Herbst nicht entfernt habe kaputtgegangen sind. Brutknollen haben keinen alten Boden.
Ich habe im Winter meine Knollen nicht kontrolliert und weiß deshalb nicht ob Würmer am Werk waren.

Stefan, war der alte Boden dran bei den Knollen die bei dir im Winter befallen wurden?

Gruß Olvi


7

Saturday, May 12th 2007, 5:48pm

Hallo,

ja der alte Boden war noch dran,
aber ich habe alle Knollen in den alten Boden gelassen, auch die Brutknollen.
Und wie gesagt sind nur zwei der drei großen Knollen befallen und keine Brutknollen.
Ich hatte aber die drei großen Knollen jewils in drei verschiedenen Gefäßen, in welchen sich auch nur die Erde aus den Topf in den Sie standen befand.
Auch die Brutknollen hatte ich in der Erde, in welcher sie gewachsen sind, gelassen, sie lagen auch in den selben Gefäß wie die Mutterknollen.

Die befallenen Knollen sahen aber genauso aus wie deine.

Da scheint es wohl einen " Typhonium- Mutterknollenfresser" zu geben.

Ich habe heute noch einmal die am stärksten befallene Knolle ( die wo die Blüte abgetrocknet ist) ausgebuddelt und gesehen, dass sie Wurzeln bildet, sie scheint also noch was zu werden.

Mit freundlichen Grüßen
Stefan

olvi2004

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Location: Nummela

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8

Friday, May 18th 2007, 4:39pm

Also bei mir waren es mit großer Wahrscheinlichkeit Käferlarve der Sorte Melanotus castanipes, leider habe ich den deutschen Namen
nicht gefunden aber das sind 1 cm lange, gelbe, glänzende, harte Larven.

Ich habe kein vernünftiges Bild der Larve gefunden aber wenn jemand eine gute Seite im Netz weiß kann er ja einen Link einstellen.

Hier eine ähnliche Larve

http://wibe.ath.cx/imgforum/viewtopic.ph…456f85687307f32 und hier der Käfer

http://www.elateridae.com/zobrbruk.php?id=3574

Ich habe diese gelbe Larve oft im Komposthaufen und im Kartoffelacker gesehen. Nun ist es mir eingefallen, dass ich im Herbst beim Saubermachen
der Knollen eine solche in der Knollenkiste gesehen habe. Ich habe sie einfach weggeworfen ohne darüber etwas zu denken.

Laut Internet sind sie Allesfresser aber sie greifen mit Vorliebe Wurzelgemüse an und halten sich in dem Wurzelbereich auf.
Ich denke, dass einige der alten Knollenböden die ich nicht entfernt hatte von dem Käfer verseucht waren.

Da hilft nur eins; Knollen nie mit dem alten Boden lagern.

Gruß Olvi

9

Saturday, May 19th 2007, 10:37am

Hallo,

diese Larve war es bestimmt nicht, da die bei mir klein und weiß waren, wie ein Mehlwurm sahen sie bestimmt nicht aus.
Die Käfer habe ich nicht gesehen, ich denke aber, dass es Fliegenlarven waren.

Mit freundlichen Grüßen
Stefan

Det

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10

Thursday, July 19th 2007, 6:11pm

@Olvi:
Die Larve, zu der Du gelinkt hast, nennt sich auf deutsch "Drahtwurm", die dazugehörigen Käfer: "Schnellkäfer", guckst Du in der Wikipedia nach:


http://de.wikipedia.org/wiki/Drahtwurm

@Stefan:
Kann es vielleicht die Larve eines Dickmaulrüsslers gewesen sein? Die sind weiß, etwas dicklich und nur am Kopf bräunlich, sehen einem Engerling in Mini ähnlich.
Die Wikipedia hat nur die Käfer, aber gibst Du "Dickmaulrüssler" in die Google-Bildersuche ein, kommen sofort auch ein paar Larven / Maden.

Gruß,

Detlef

11

Friday, July 20th 2007, 9:30am

Hallo,

ich kann mich leider nicht mehr an die Larven erinnern.

Zumindest haben alle Knollen überlebt, eine wird wahrscheinlich bald ein viertes Blatt schieben.



Ich habe inzwischen noch eine andere Vermutung:


Die großen Typhoniumknollen haben eine sehr raue, mit Rissen überzogene Oberfläche, die kleinen haben aber eine ziemlich glatte Oberfläche.

Die großen sind deshalb anfälliger für Fäulniss, wenn sie in einen feuchten Keller liegen.
Dann schlüpfen die Eier von den Larven, da sie durch die Fäulniss feuchtigkeit spüren.
Da sie nichts anderes zu fressen haben machen sie sich über die Knolle her.

Mit freundlichen Grüßen
Stefan

olvi2004

Intermediate

Posts: 292

Location: Nummela

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12

Saturday, January 12th 2008, 8:13pm

Erfolgsbericht

Hallo Sauromatum Freunde

Wie ihr vielleicht erinnern könnt habe ich durch Drahtwurmangriffe mehrere große Knollen vor einem Jahr im Winterquartier verloren.

Bei der Ernte im Herbst 2007 habe ich wieder solche Würmer gesehen. Deshalb habe ich grundsätzlich die Reste der alten Knolle von der Knollenunterseite aller geernteten Knollen entfernt und sie danach noch im warmen Wasser mit einer aufgelösten Chinosoltablette gewaschen.

Um noch mehr Sicherheit zu haben, habe ich jede Knolle einzeln in einem eigenen Kunststoffbecher (Jogurtbecher u.Ä.) eingelagert.

Bis jetzt sehen sie alle prima aus, haben nicht an Gewicht verloren und fangen sogar langsam an zu treiben.
Nur eine Knolle scheint tot zu sein, sie ist trocken, etwas zusammengeschrumpft und fiederleicht.

Der Unterschied zum letzten Winter ist beachtlich. Ich hoffe nur, dass ich mich nicht zu früh freue
aber Falls sich die Lage ändert kann ich ja wieder berichten.

Mit freundlichen Grüßen
Olvi

13

Saturday, January 12th 2008, 8:56pm

Hallo,

die alten Knollen habe ich auch entfernt, sowie die neuen gewaschen.
Ich habe sie aber alle nebeneinander liegen. Bisher ist nichts passiert.

Alle treiben, eine ziemlich kräftig, es ist wohl die, welche letztes Jahr auch schon zeitiger getrieben hat.

Beim ernten habe ich kein Ungeziefer entdeckt.

Letztes Jahr aheb ich aber auch die alten Knollen drangelassen und auf die schiebe ich auch die Schuld, dass zwei der drei Knollen fast aufgefressen wurden.

Vorletztes jahr ist der Befall aber auch erst im Frühjahr aufgetreten.

Mit freundlichen Grüßen
Stefan

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