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Donnerstag, 29. November 2018, 23:50

Arisaema fimbriatum, welches Substrat?

Hallo an alle,

heute habe ich aus England eine kleine Knolle von Arisaema fimbriatum bekommen, eine sehr ausgefallene subtropische Art.

Diese Arisaema wird sehr selten angeboten. Bilder der Blüten gibt es bei aroid.org und auch sonst.
Warum ich hier frage: Die Literatur sagt, dass Arisaema fimbriatum in Malaysia und Thailand in Küstenregionen wächst, auf Kalkfelsen, in Kalksteinspalten, und überhaupt auf Kalkstein.

Es ist meine erste Arisaema aus einem solchen Gebiet. Und ich frage mich, wie und mit welchen Zutaten ich hier bei uns, in einem Topf, einen Wuchsort auf Kalkstein imitieren kann. Es ist eine völlig andere Grundlage als für meine anderen Arisaemas aus Nordasien, die zumeist in Wäldern wachsen, das können wir ja ganz gut nachmachen.
Das wäre sehr schön, wenn mir jemand von Euch zum Substrat mit oder aus Kalkstein einen Ratschlag geben könnte!
Liebe Grüße,
Ada

2

Freitag, 30. November 2018, 19:18

Hallo Ada,

Ich hatte einmal ein ähnliches Problem, allerdings mit der sehr bekannten Helicodicerus. Bei meiner Recherche nach geeignetem Substrat bin ich auch bei sehr kalkhaltigem Bodengrund gelandet, da diese Art wohl auf sehr kalkhaltigen Böden wächst. Dementsprechend habe ich etwas zusammen gemischt, doch das Wachstum war nicht berauschend. Als ich mich dann mit einem Freund darüber unterhalten habe, meinte er, daß Helicodicerus zwar in sehr kalkhaltigen Gegenden vorkommt, dort allerdings in den humusreichen Spalten und Löchern wächst. Somit werde ich jetzt einmal sehr durchlässiges nährstoffreiches Substrat ausprobieren.

Auch viele Kannenpflanzen, die auf sehr mineralischen Böden in den Bergen Borneo und Sumatras wachsen, lassen sich sehr gut in reinem Sphagnum kultivieren.

Ich denke mir von daher, ein lockeres Gemisch mit Sand und vielleicht Bimskies sollte passen. Doch letzten Endes hilft wohl nur ausprobieren. Dolomitkalk oder vielleicht auch etwas Kakteen Erde als Zuschlagstoffe wären vielleicht noch eine Überlegung wert.

Viele Grüße Ralf

3

Freitag, 30. November 2018, 20:18

Hallo Ada,
alle Arten, die aus Regionen mit Kalksteinböden kommen, ob Amorphophallus oder Orchideen, bekommen bei mir eine Drainageschicht aus Kalk oder Marmor. Das hat immer sehr gut funktioniert, wobei ich glaube, dass es nur wenig Unterschioed ausmacht. Andersherum ist es wichtiger darauf zu achten, wenn eine Art keinen Kalk mag, dann wird sie mit Kalkdrainage nicht wachsen wollen.
Liebe Grüße
Michael

4

Sonntag, 2. Dezember 2018, 19:00

Vielen Dank für Eure Antworten, Ralf und Michael, beide helfen mir weiter.
Das mit der Drainageschicht ist ein guter Vorschlag, das werde ich machen.
Und dann habe ich mir rein mineralische Kakteenerde bestellt, damit werde ich dann, zusammen mit humosem Substrat, eine Mischung für die Wurzeln machen, das könnte klappen.

Es ist einfach immer spannend, unbekannte Pflanzen von weit her zu pflegen.

Liebe Grüße,
Ada

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »Ada« (2. Dezember 2018, 19:06)


5

Freitag, 7. Dezember 2018, 19:08

Hallo zusammen,

jetzt habe ich noch so eine seltene Arisaema an Land gezogen, auch subtropisch und auf Felsen wachsend:

Das ist meine Knolle von Arisaema ghaticum.
Arisaema ghaticum wächst in Süd-West-Indien, auf felsigen Hügeln, wo sie in Spalten oder Mulden wurzeln kann, wo das Substrat lehmig sein soll.
Da sie einen ähnlich schwierigen Standort hat wie Arisaema fimbriatum, stelle ich ihre Substratfrage hier mit ein.
Alle anderen Arisaemas, die ich habe, wachsen ja in Waldboden, das ist relativ leicht zu imitieren.

Für diese beide Arisaemas, A. fimbriatum und A. ghaticum, habe ich mir jetzt die folgenden Substrate von meinem Kakteenhändler (Haage in Erfurt) kommen lassen:
- Standard-Kakteenerde, mit humosem Anteil
- Mineralische Kakteenerde, aus mehreren mineralischen Bestandteilen gemischt, ohne Humus
- Thüringer Löss-Lehm, um die lehmige Erde zu machen
- Kieselgur 4-6 mm, um ein wenig felsigen Untergrund nachzumachen
- Travertin-Hartkalk, grob zerkleinert, das fand ich toll, das er das hatte, damit kann ich die Kalkfelsen imitieren.
Morgen geht's dann ans Eintopfen/Einfelsen der beiden Knollen, spannend finde ich das dieses Mal,
liebe Grüße,
Ada

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